Funktioniert die «No Dig»-Methode auch in Blumenkästen?

Maike Lindberg
Maike Lindberg

Die naturfreundliche «No Dig»-Methode ist bei Gärntern auf der ganzen Welt beliebt. Aber funktioniert sie auch in Blumentöpfen und Hochbeeten?

Salat im Hochbeet
Gärtnern funktioniert auch ohne Graben. - Depositphotos

Die «No Dig»-Methode hat in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen und wird oft bei der Bodengärtnerei angewendet. Aber wie sieht es mit dem Einsatz dieser Methode in Blumenkästen oder Hochbeeten aus?

Der grösste Vorteil des «No Dig»-Gartens ist die minimale Störung des mikrobiellen Lebens im Boden. Wenn wir den Boden aufbrechen, schädigen wir leider wichtige Pilznetzwerke und Bakterienpopulationen, welche Pflanzen zur Nahrungsaufnahme benötigen.

Salatpflanzen
Für den Anbau von Gemüse braucht es nicht viel Platz. - Depositphotos

Weniger Störungen bedeuten auch weniger Unkraut. Ausserdem braucht es keinen eigenen Garten zum Gärtnern.

Anwendung von «No Dig» in Blumenkästen: Ist das möglich?

Kann man dieselben Vorteile durch Anwendung der «No Dig»-Methode in Blumenkästen oder Blumentöpfen erzielen? Die Menge an Erde in einem Behälter ist viel kleiner als im Erdreich.

Daher haben Blumenkästen und Hochbeete normalerweise eine geringere mikrobiologische Vielfalt und weniger ausgeprägte Pilznetze. Trotzdem kann es vorteilhaft sein, so viel biologische Aktivität wie möglich zu fördern.

Mögliche Vorteile der Verwendung von «No Dig»-Methodik in Blumenkästen und -töpfen sind weniger Störungen des lebenswichtigen mikrobiellen Lebens. Das Verrottenlassen von Wurzeln im Boden liefert Nahrung und unterstützt so das mikrobielle Leben in den Behältern.

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