Gesunde Ernte – Tipps gegen Blütenendfäule

    Paula Lupo
    Paula Lupo

    Flecken an Tomaten oder Zucchini sind ein klares Warnzeichen: Die Blütenendfäule greift an. So schützen Sie Ihre Ernte vor weiteren Schäden.

    Tomaten mit Blütenendfäule
    Blütenendfäule ist auf einen Kalziummangel zurückzuführen. - Depositphotos

    Der Stolz auf die eigene Ernte kann schnell getrübt werden: Dunkle Flecken und faulige Zucchini sind typische Anzeichen für Blütenendfäule, eine häufige Störung, die die Qualität der Früchte mindert.

    Wenn die Blütenendfäule zuschlägt

    Zum Glück handelt es sich bei der Blütenendfäule nicht um eine Krankheit oder einen Schädling. Vielmehr ist sie ein Symptom für einen Kalziummangel in den Pflanzen.

    tomate mit blütenendfäule
    Blütenendfäule sieht zwar sehr bedrohlich aus, ist aber glücklicherweise keine Krankheit. Vielmehr hängt es mit dem Nährstoffgehalt im Boden zusammen. - Depositphotos

    Dieser kann durch niedrige Kalziumwerte im Boden oder häufiger durch Über- oder Unterbewässerung entstehen. Weitere Faktoren können sein: übermässiger Einsatz stickstoffhaltiger Dünger, falscher pH-Wert des Bodens, hoher Salzgehalt im Erdreich sowie Verletzungen an den Wurzeln der Pflanze.

    Besonders betroffen sind oft die ersten Früchte der Saison und Pflanzen in Behältern, da hier die Bodenfeuchtigkeit stark schwanken kann.

    Wie Sie Blütenendfäule erkennen

    Die ersten Anzeichen sind kleine, eingefallene, wassergetränkte Bereiche an der Basis des Obstes. Diese Stellen wirken zunächst wie dunkle Prellungen. Mit der Zeit vergrössern sie sich jedoch, sinken ein und werden schwarz oder lederbraun.

    Zwar lässt sich bereits befallenes Obst nicht mehr retten, doch durch gezielte Massnahmen können weitere Früchte geschützt werden. Wichtig ist vor allem eine gleichmässige Bewässerung sowie das Mulchen zur Feuchtigkeitsbewahrung bei Trockenheit.

    gesunde aubergine an strauch
    Mit den richtigen Tricks und Tipps sehen Ihre Auberginen bald wieder so schön aus. - Depositphotos

    Es empfiehlt sich, den Kalziumgehalt im Boden zu überprüfen und auf natürliche Weise – mit zerstossenen Eierschalen – zu erhöhen. Auch sollte man den pH-Wert des Bodens im Auge behalten: Ein leicht saurer Wert von 6,5 ermöglicht die beste Nährstoffaufnahme.

    Mit Vorsicht zum Erfolg

    Auch wenn die Versuchung gross ist, einfach mehr Dünger zu verwenden, um dem Problem Herr zu werden – Vorsicht! Oft enthält der Boden schon genug Kalzium; das Problem liegt eher in dessen Aufnahme.

    Zudem kann eine Überdüngung mit Stickstoff, Magnesium und Kalium die Blütenendfäule sogar verschlimmern.

    Vermeiden Sie daher das Hacken oder Graben in der Nähe von Pflanzenwurzeln und setzen Sie auf vorsorgliches Anbinden junger Tomatenpflanzen. So bekämpfen Sie den unsichtbaren Killer in Ihrem Garten erfolgreich.

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